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Im Dezember ändern sich die Spielregeln für die Vermarktung von Lebensmitteln im Internet (LMIV) mal wieder. Die Verordnung schreibt Fachhändlern vor, ab dem 13.12.2016 auch Nährwertangaben online zu stellen. Für viele Weinfachhändler stellt diese Vorschrift eine extreme Herausforderung dar. Mit einer erneuten Abmahnwelle ist zu rechnen – und zwar pünktlich zum Weihnachtsgeschäft. Wahrscheinlich werden Feinkostartikel aus vielen Onlineshops ganz verschwinden…

Die LMIV ist schon jetzt eine Hürde für den Onlinehandel mit Nahrungs- und Genussmitteln. Die gesetzlichen Regelungen sind streng. Häufig bieten sie Grund für hinterlistige teure Abmahnungen. Über die Vorschriften, die für den Verkauf von Lebensmitteln im Netz gelten, haben wir Anfang des Jahres bereits berichtet: Den Artikel finden Sie hier. Vorsicht ist aber auch für Weinhändler ohne eigenen Webshop geboten. Denn die LMIV gilt grundsätzlich für jegliche Art des sogenannten „Fernabsatzes“. Betroffen ist theoretisch also jeder, der Bestellungen per Telefon oder Fax entgegen nimmt.

Was ändert sich am 13.12.2016 in der LMIV?

Im Dezember werden die Vorschriften sogar noch strenger. Denn neben einer Zutatenliste wird dann auch die Angabe der Nährwerte für einen Großteil von alkoholfreien Lebensmitteln erforderlich. Diese müssen dem Verbraucher ausdrücklich vor Vertragsabschluss zur Verfügung gestellt werden.

Welche Lebensmittel sind betroffen?

Grundsätzlich alle vorverpackten Lebensmittel. Es gibt allerdings einige Ausnahmen, die wichtigsten sind:

  • Unverarbeitete oder allein gereifte Monoprodukte
  • Kräuter
  • Gewürze
  • jeglicher Tee
  • Kaffeeprodukte
  • aromatisiertes Wasser
  • Aromen & Zusatzstoffe
  • LM mit Verpackungsflächen < 25 cm3, LM mit > 1,2 % Alkohol

Gute Anhaltspunkte liefern die Angaben der Hersteller auf der Verpackung: Für Lebensmittelproduzenten und Importeure besteht die Informationspflicht schon jetzt. Deshalb sind idR alle relevanten Informationen bereits auf den Verpackungen finden sollten.

Was genau schreibt die LMIV vor – welche Nährstoffe sind anzugeben?

Pflichtangaben  gemäß Art. 30 Abs. 1 LMIV sind:

  • Die Angabe des Brennwertes (kcal/KJ)
  • Die enthaltenen Mengen an:
    – Fett
    – gesättigten Fettsäuren
    – Kohlenhydraten
    – Zucker
    – Eiweiß und
    – Salz (in genau dieser Reihenfolge)

Die Angabe von einfach und/oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren, mehrwertigen Alkoholen, Stärke, Ballaststoffen, signifikant vorhandenen Vitamine oder Mineralstoffen ist erlaubt, aber nicht notwendig (Art. 30 Abs. 2 LMIV). Diese freiwilligen Informationen dürfen nicht von den Pflichtangaben ablenken.

Wie müssen diese Informationen bereitgestellt werden?

Die Angabe der Nährwerte hat grundsätzlich für die Menge von 100 g / 100 ml des Lebensmittels zu erfolgen. Es ist auch zulässig, die Einheiten auf „eine Portion“ zu beziehen. In diesem Fall, sind zusätzlich die zugrunde liegende Portionsgröße und die Anzahl der in der Verpackung enthaltenen Portionen anzugeben.

Umfangreiche Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Wie kann das Ganze in der Praxis umgesetzt werden?

Die LMIV ist extrem lästig eine Herausforderung für Weinhändler, die im Feinkost im Internet anbieten. Die Umsetzung ist aber nicht unmöglich. Da die Informationen auf jeder Lebensmittelverpackung zu finden sein sollten, ist die Pflege der Daten vor allem eins: Zeitaufwändig. Vorausgesetzt, die Technologie des Webshops erlaubt eine geeignete Umsetzung.

Mit euro-Sales Vino und einem integriertem Webshop können Sie die Nährwertangaben Ihrer Feinkostartikel optimal verwalten – und auf Knopfdruck im Netz bereitstellen. Auf unserer Onlineplattform europedia finden unsere Kunden Anleitungen zu diesem Thema.

 

 

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