Für viele Weinhändler sehr erfreuliche Nachrichten: SEPA Instant Payments ermöglichen schnellere Überweisungen. Vorsicht ist hingegen seit kurzer Zeit geboten bei Gebühren für Kreditkartenzahlungen – die Spielregeln haben sich geändert. Unternehmer dürfen nur noch für Zahlungen mit bestimmten Kartentypen ein Entgelt verlangen. Was genau dahinter steckt, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Echtzeit-Überweisungen

Dank der Einführung von „SEPA-Instant Payments“ können Überweisungen nun innerhalb von 10 – 15 Sekunden abgewickelt werden. Und zwar auch sonn- und feiertags, rund um die Uhr. Der Startschuss für die schnellen SEPA-Überweisungen fiel bereits am 21. November letzten Jahres. Allerdings bieten bisher nur wenige Banken dieses Service tatsächlich an – viele andere werden noch einige Zeit brauchen…

SEPA-Instant Payments – kurz: „SCT Inst“  – sind innerhalb der EU nun theoretisch blitzschnell möglich. Sogar länderübergreifend sofern diese zur SEPA (Single Euro Payment Area) gehören. Die STC Inst stehen sowohl für den Geldtransfer zwischen Privatpersonen, als auch für den Handel zur Verfügung. Allerdings setzt sich diese Entwicklung erst nach und nach fort, die meisten Bankkunden werden wohl noch eine Weile warten müssen. Nichtsdestotrotz – eine sehr erfreuliche Nachricht. Denn Weinhändler können zukünftig von schnellerem Zahlungseingang durch SEPA inst deutlich profitieren: Nicht nur im stationären Handel, sondern auch im E-Commerce.

Gebühren für Zahlungen mit Kreditkarte

Seit dem 13. Januar 2018 dürfen Unternehmer keine Gebühren für Zahlungen mit „den gängigen“ Kreditkarten wie VISA und Mastercard mehr erheben. Weder online, noch im Ladengeschäft. Allerdings betrifft dies nicht die „weniger gängigen“ Karten: Zahlt der Kunde mit American Express oder Diners, dürfen Sie ihm dafür auch weiterhin eine Gebühr berechnen. Da unterschiedliche Regelungen für die Kartenanbieter beim sogenannten Interbanken-Entgelt bestehen, dürfen Unternehmer zwischen den Kartentypen und Gebühren differenzieren.

Bargeldlose EU 2018?

In Deutschland wird es auch in den nächsten Jahren weiterhin „Barzahler“ geben – auch wenn allerorts der bargeldlose Zahlungsverkehr immer mehr zunimmt. In Deutschland ist und bleibt das Bargeld eines der wichtigsten Zahlungsmittel – im Verglich zu 2014 gab es laut Statista sogar einen leichten Anstieg. Im Jahr 2015 sagten bereits viele Finanzexperten voraus, dass das Bargeld in naher Zukunft aussterbe oder gar ab 2018 in der EU verboten sein werde…

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